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Biographie

Am 11.08.1970 kam Dirk in Karl-Marx-Stadt zur Welt. Geprägt von seinen musikalischen Eltern zeichnete sich schon in einem Alter von sieben Jahren ein besonderes Interesse für Musik ab. Denn er begann in dieser Zeit mit dem Sammeln von Vinyl. Da im Schulhort (eine Art betreutes Spielen nach dem Unterricht in der Schule) auch ab und zu die „Disco“ auf die Tagesordnung gerufen wurde, fühlte sich Dirk schon damals verpflichtet, die Plattenauswahl und die Moderation für diese „Events“ zu übernehmen. Zunächst galt seine musikalische Vorliebe Gary Glitter, den Sex Pistols und vor allem AC/DC, dass sich aber mit dem Aufkommen des Synthie-Pop und der Italo-Welle Anfang der Achtziger änderte. Die Jeans-Jacke mit dem Angus-Young-Konterfei wurde in den Schrank gehangen, um sich mehr dem Popper-Dasein ohne Popper-Scheitel zu widmen.

1984 begann inoffiziell seine Karriere als Kassetteneinleger bei einer Party seiner Schulklasse. Da sie schon beim ersten Titel durch Bandsalat in einem Disaster endete, wollte Dirk sofort die Flinte ins Korn werfen. Wäre da nicht 1985 seine damalige stellvertretende Direktorin auf ihn zugekommen, um ihn zu fragen, ob er an einem Lehrgang für Schul-DJs teilnehmen möchte. Das Angebot schlug er nicht aus und besuchte für ein halbes Jahr mit seinem Kompagnon einen Lehrgang für Musikdramturgie und Moderation. Mit Boxen, die ihm seine Eltern zu Weihnachten schenkten, zwei Kassettendecks, einem Stroboskop, einer Rundumleuchte, einer geliehenen Endstufe und einem gepumpten Mixer tingelte Dirk fortan mit dem Handwagen von Schule zu Schule, um sich die ersten Gagen von 40,00 Mark zu verdienen. Nach einem sehr erfolgreichen Lehrgangabschluss, ging Dirk bei seinen Gigs musikalisch neue Wege, einerseits favorisierte er verstärkt den Pop, das in seiner Vorliebe für die Pet Shop Boys begründet war, und andererseits wurde er zunehmend von der Black Music beeinflusst. „The Black Friday“ mit Fritz Egner auf BR3 war prägend für die „Musikkultur“ in Karl-Marx-Stadt. Cameo, James Brown, Fatback etc. kamen so immer mehr in seinem Set vor, so dass der Pop musikalisch und optisch aus seinem Leben offiziell verschwand.

1987 schloss Dirk seine zehnte Klasse ab, um für zwei weitere Jahre an seiner Penne die Schulbank als Abiturient zu drücken. In dieser Zeit legte er wichtige Grundsteine für seine DJ-Karriere. Neben seiner Tätigkeit als DJ fing er als Rapper der „Planet-Dance-Crew“, einer in der ganzen DDR bekannten Breakdance-Gruppe, an. Ab diesem Moment trat Dirk als „Double D.“ auf, um nicht nur verbal, sondern auch musikalisch das Haus zu rocken. Mit Basecap und Sneakers spielte er zunehmend in den angesagten Karl-Marx-Städter Clubs wie Panorama, FZ, Firl-Würfel und Waschhaus. Da Dirk nie eine staatliche Spielerlaubnis besaß, die Voraussetzung zum Auflegen war, konnte er dies umgehen einerseits durch die Mentorenschaft von Steffen Kluge, der ihm als „Jump!“ auf seinen Gigs diese Möglichkeit gab. Andererseits besuchte Dirk von 1988 bis 1989 einen weiteren Schallplattenunterhalter(DDR-Ausdruck für DJ)-Lehrgang im „Firl-Würfel“, durch den er weitere Erfahrungen und Kontakte sammelte. Musikalisch setzte Dirk weiterhin auf schwarz, allerdings konnte er einen Hang zu House-Music nicht abstreiten. Denn Tracks wie „We Call It Acieed!“ von D-Mob oder Lil´Louis “French Kiss” zählen nach wie vor zu seinen beeinflussendsten Tracks.

Nachdem Dirk 1989 sein Abitur bekam und die Mauer fiel, war Dirk damit beschäftigt, `im Dienste der NVA Vater Staat vor dem Imperialismus zu schützen`. Nach sieben Monaten Dienst-Zeit kehrte er im April 1990 nach Karl-Marx-Stadt zurück, um die Zeit bis zum Studiumbeginn im September mit einem Briefträgerjob zu überbrücken und abends die Kassetten einzulegen. Denn der Umbruch sorgte auch für Anarchie in der Bürokratie. Keine „Pappe“ (Ausdruck für Spielerlaubnis) war mehr notwendig, um in den Clubs spielen zu dürfen. Zwei Tage nach der Währungsunion vom 01.07.1990 kaufte sich Dirk seinen ersten Technics SL-1210Mk2 und ein halbes Jahr später seinen Zweiten. Im Umfeld wurde Dirk diesbezüglich belächelt, denn seine Kollegen setzten zunächst fast alle auf den Siegeszug der CD, um sich später doch eines besseren belehren zu lassen. Anhand einer Kurzanleitung zum Mixen, die in einer Ausgabe der „Beats, Breaks & Scratches“ beilag, brachte sich Dirk das Mixing und später Scratching autodidaktisch bei. 1990 zählte der „Fuchsbau“ (heute Club FX) zu seiner Homebase. Nebenbei vermittelte er ab 1992 sein Know-how wissenshungrigen Nachwuchs-DJs in verschiedenen Work-Shops. Musikalisch hat sich Dirk weiterhin der Black Music verschrieben, aber auch UK-Trance und House zählten zu den Stilen seiner Sets. Letztere brachten ihm Mitte der Neunziger einige Gigs bei Großraves mit Ritchie Hawtin, Juan Atkins, John Aquaviva und Paul Van Dyk ein. 1994 bekam Dirk vom städtischen Stadtmagazin „Streicher“ die Chance, in seinen eigenen Kolumnen „Vinylator“ und „Double D. Legt auf“ (bis Mai 2004) neue House- und Black-Releases vorzustellen. Zwei Jahre später schloss Dirk sein Maschinenbaustudium erfolgreich ab. Aber der zunehmende Erfolg seiner DJ-Karriere ermunterte ihn zum Beginn eines zweiten Studiums. So begann er 1997 ein weiteres Studium in der Fachrichtung Medientechnik, bei dem er schon 1999 die Grundlagen für sein DJ-Lehrbuch legte. In einer Hausarbeit anaylsierte er nämlich wissenschaftlich den Einfluss der DJs auf die Verkaufscharts.

Als regelmäßig gebuchter DJ des Szene-Clubs „achtermai“ bekam er im Jahr 2000 die Möglichkeit, auf ihrem Wagen zur „Loveparade“ vor 1,3 Millionen aufzulegen. Im darauffolgenden Jahr war Dirk neben Chris Liebing, DJ Rush, Gaetano Parisio und Fengari auch wieder mit von der Party. Im Sommer 2003 begann Dirk mit dem Recherchieren zum Buch „Gut Aufgelegt!“. Ein Jahr später schloss er erfolgreich sein zweites Studium ab. Aber nicht nur mit dem Buch betrat Dirk in diesem Jahr neues Terrain, sondern auch als Co-Produzent des Projektes „Dirk Duske im Echorausch“, dass er mit Rico „Echorausch“ Suchatzki gründete, verwirklicht er seine musikalischen Ideen. Als Plattform für Veröffentlichungen dienen ihm das von Michael Hofmann und Dirk gegründete Label „achtermai-records“, bei dem er auch als A&R agiert.

Aufgrund vieler Namensverwechslungen mit diversen anderen Double Ds entschloss sich Dirk ab 2004 ausschließlich nur noch unter seinem bürgerlichen Namen aufzulegen.

Nachdem im Juni 2005 das Buch abgeschlossen wurde, erfolgte im September 2005 offiziell die Veröffentlichung. Die Single „Tango 2000“ wurde Ende August 2005 released.

Momentan ist Dirk viermal die Woche in Mitteldeutschland als House- und Black Music-DJ unterwegs und produziert mit Rico das zweite Release.

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